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Während Lochi (li.) seine Uniongoals 99 und 100 machte, musste Timo (re.) mit dem vorherigen Tor zum Ausgleich verletzt runter. Bei Union bangt man: Hoffentlich ist´s nichts schlimmes bei Sandersdorfs 18er?!

 

Zum Abschlusstraining am Freitagabend schwirrten Uniontrainer Mike Sadlo aus der Not geborene Gedanken durch den Kopf. Sollte er mangels verfügbarem Spielerpersonal am morgigen Spieltag vielleicht Zeugwart und Betreuer nominieren und als Wechsler neben ihm auf der Bank platzieren. Am Ende entschied sich der Coach der Sandersdorfer neben einem erkälteten Moritz Alicke auch A-Junior Tobias Kusior und seinem Assistenten Michael Stelzl das Vertrauen zu schenken. Alternativen, welche dem Sandersdorfer Kader wenig Handlungsspielraum offenbarten. Und ob es Zeugwart als auch Betreuer letztlich gegen einen SV Einheit Kamenz besser geregelt hätten, durfte man mit Abpfiff und einem 3:2- Heimsieg der Sandersdorfer Union auch in Frage stellen.

 

Dass der Fußball oft komische Geschichten schreibt, zeigte jedoch diese irre Konstellation mit einem halben Dutzend an verletzten Sandersdorfer Spielern. Zuletzt noch nahezu mit voller Kapelle aufwartend, konnte Union weder gegen Bernburg, Stendal noch Krieschow mit einem Sieg aufwarten. Nun, wo sich die Truppe nahezu allein aufstellte, war es wieder soweit. Und das man im Sandersdorfer Sport- und Freizeitzentrum in diesem Jahr etwas geboten bekommt, das läuteten die Unioner bereits am 1. Spieltag mit einer nicht vollends leistungsgerechten 2:5- Niederlage gegen Aufsteiger Eilenburg ein. Nun aber bespielte man mit Kamenz den dritten Aufsteiger und wollte nach eben jenen Eilenburgern und auch dem zur Vorwoche erlittenen Fauxpas in Krieschow (13:6 Torchancen und 2:4- Niederlage) dieser Negativserie nicht schon wieder Futter geben. Was sich im Sport- und Freizeitzentrum entwickelte war eine Partie, die wiederum nichts für schwache Nerven bedeutete.

 

Wenn sich letztlich auch fast alles versöhnlich anfühlte, so schlief Sandersdorfs Abwehr gegen Karel Vrabec (rot) gleich doppelt.

 

Eine erste Kamenzer Ecke, Sandersdorf besitzt die Doppelchance den Ball zu bereinigen, dieser klingelt an die Lattenunterkante und dessen Abpraller durch den Tschechen Karel Vrabec trocken und humorlos in die Sandersdorfer Maschen (0:1/3.). Union besaß einmal mehr das Talent, Spiele auf eigenem Geläuf frühzeitig zu einem Gewaltakt werden zu lassen. Nach einer Eingabe von Denis Zivcec verpasste Dan Lochmann sofort nach Neuanstoß mit einem halben Schritt den sofortigen Ausgleich (4.). Dieser hätte nach einer Viertelstunde fallen können, wenn nicht sogar müssen. Denn mit Jan Charuza- der Kamenzer Innenverteidiger suchte sein Fußballglück bereits in Österreich und Griechenland- streckte der zweite Tscheche der Gäste bereits im Liegen Sandersdorfs Tim Hoffmann direkt an der Grundlinie. Der Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Daniel Bartnitzki blieb jedoch aus (15.). Dann aber ließ der Referee nach Foul am Kroaten Zivcec den Vorteil laufen. Breitkopf bediente abermals von der Grundinie den zentral einlaufenden Richard Wießner. Sandersdorfs Spielführer aber zirkelte die Kugel aus sechs Metern über´s Gebälk (18.). Union haderte jedoch nicht, denn die eigenen Großchancen schienen bereits wieder wie in den Spielen zuvor reihenweise zu verebben. Plötzlich aber hieß es 1:1. Wiederum brachte Zivcec den Ball flach hinein, wo Timo Breitkopf gekonnt am kurzen Pfosten Gästekeeper Ron Wochnik überwand (27.).

 

Über Körpersprache und Zweikämpfe lotsten sich die Platzherren selbst wieder hinein in die Partie und sollten diese folglich bestimmen. Doch Kamenz besaß den nächsten Hochkaräter. Martin Sobe erwischte Unionkeeper Nico Becker im Niemandsland. Seinen Heber kratzte Beckers Kollege Robert Uhlmann in letzter Not von der Torlinie (34.). Dann war Sandersdorfs Schlussmann aber gekonnt zur Stelle, fischte einen platzierten Flachschuss von Franz Häfner aus dem unteren Eck (42.). Der SV Einheit gestaltete die Partie zu diesem Zeitpunkt offener, was den Hausherren parallel Räume schuf. Lochmann nutzte eine solche Situation und traf überlegt und flach zur 2:1- Pausenführung ins Eck (43.).Per Alleingang nutzte der Sandersdorfer gegen ein aufgerücktes Kamenz nach Seitenwechsel die Situation, und ließ in seinem sechsten Jahr im Uniontrikot nach seinem 99ten gleich noch den 100ten Pflichtspieltreffer folgen.

 

Lochi (mitte) auf dem Weg zum Torjubel Nr. 99 für Union…der Hundertste sollte umgehend folgen!

 

Schon vor dem Seitenwechsel zeigte sich Sandersdorf zu inaktiv im defensiven Bereich. Man ließ den Gegner am Strafraum zu einfach gewähren und profitierte nur von dessen bis dato offensiver Abschlussschwäche. Als Johann Wölk nach gutem Solo vorbei an passiven Unionverteidigern flach und diagonal noch haarscharf verzog, durfte man schon ahnen, dass sich diese Passivität in Sandersdorfs Hinterreihen rächen würde. Als die Sadlo- Truppe dann auch noch offensiv die Leine sprichwörtlich lang ließ, war es hinten geschehen. Der Tscheche Vrabec nutzte den Innenpfosten als Bande und versenkte zum 2:3- Anschluss (62.). Folglich verloren die Gastgeber jegliche spielerische Leichtigkeit, ging auch die Staffelung der einzelnen Mannschaftsteile verloren. Man baute die Männer aus dem Obersorbischen förmlich auf. Kamenz nahm diese Einladung an und profitierte davon, dass Sandersdorfs Trainer Sadlo die Alternativen zu frischem Schwung und eigener Ordnung auf der Bank fehlten. Während der SV Einheit nun mehr und mehr Spiel- und Feldanteile erlangte, prüfte dessen immer wieder durchstartender Linksverteidiger Alexander Schidun Unionkeeper Becker aus der Distanz (69.). Union ging sprichwörtlich der eigene Akku flöten. Mit den drei einzig verfügbaren Wechseln brachte Sadlo über den erkälteten Alicke und A- Junior Kusior schließlich seinen Co- Trainer Michael Stelzl, welcher wie an alten Tagen die Flanken per Kopf im eigenen Fünfmeterraum wegräumen sollte. Das klappte auch, denn den Kamenzer Gästen fehlten irgendwie die Mittel zum eigenen Ausgleich

 


 

EIN PUNKT UND AUCH MEHR WAR DRIN…UNION II VERLIERT BEIM SPITZENREITER

 

Trainer René Höllrigl kennt die Mechanismen und stellenweise Ungereimtheiten des Fußballs, spielte er doch lange Jahre selbst aktiv. „Wir hätten einen Punkt verdient gehabt, vielleicht auch etwas mehr“, so der Trainer der SG Union Sandersdorf II. Doch beim SV Romonta 90 Stedten lief es für sein Team genug so, wie es im Fußball so oft läuft. Wer oben steht, auf dessen Schulter setzt sich das Glück.

 

Unter der Woche bangte Höllrigl noch. „Wie viele Leute werden wir zur Verfügung haben“, dachte sich der Trainer so mit dem Wissen, dass die eigene Oberligamannschaft aktuell aufgrund eines halben Dutzend verletzter Spieler auch niemanden abstellen kann. So erging es der zweiten Sandersdorfer Mannschaft am 9. Spieltag der Landesliga Süd nicht anders als der eigenen Ersten am zeitgleichen 9. Spieltag der Oberliga Süd. Während bei Union I Co- Trainer Michael Stelzl eingewechselt wurde, stand bei Union II neben dem eigenen Co- Trainer Steven Pick mit Thomas Brose gleich von Beginn an der 42- jährige Torwarttrainer des Vereins im Kasten. Und diesen hätte er um ein Haar auch sauber gehalten.

 

Torwartrainer Thomas Brose (Nr. 22) half nach Braunsbedra im Vorjahr in diesem Jahr nun gegen Stedten bei Union II in der Landesliga aus. Damals 1:2, diesmal 0:1 aus seiner Sicht…irgendwann wird man dem Oldie einen oder mehr Punkte schenken! (Foto: Holger Bär)

 

„Sicher fuhren die Stedtener in der letzten Viertelstunde aufgrund unseres Aufrückens den ein oder anderen Konter. Doch davon spielten sie keinen richtig gefährlich aus“, so Höllrigl, der bei seiner eigenen Mannschaft das klare Chancenplus des Spiels sah. Sandersdorf II spielte es eigentlich clever, hatte alles auf eigenes schnelles Umkehrspiel angelegt. „Wir haben das sehr gut gemacht, leider selbst einmal geschlafen“, so der Uniontrainer. Man ließ nach gespielter halber Stunde Stedtens Marc Böttger etwa zehn Meter vor dem Sechzehner aufdrehen und den Pass spielen. Dessen Kollege Eric Willer ließ folglich Brose im Uniontor beim Ball ins kurze Eck keine Abwehrmöglichkeit (1:0/31.). Dass dieses Tor zum Tor des Tages werden sollte, hätte man anhand des Spielverlaufs kaum glauben können. Die Sandersdorf- Reserve besaß sechs Chancen. „Drei davon waren sogenannte Hundertprozentige“, meinte Höllrigl einschätzen zu können, nachdem er im Nachgang auch noch die SMS in der eigenen Whats App- Gruppe las. Dort entschuldigte sich Stürmer Markus Plomitzer bei seinen Jungs, dass er nicht wenigstens ein oder zwei Bälle an diesem Tag versenkte. Plombe (Plomitzer) musste das nicht, steht er doch oft für Tore und Siege bei den Sandersdorfern.

 

Im Team bei Union II kickte auch Hans Allner, welcher zuletzt drei Monate keinen Fußball gespielt hatte und auch nicht trainierte. Nach einer Stunde brachte Höllrigl für seinen ausscheidenden Routinier Thomas Franke dann A- Junior Maximilian Schulze. Auch der machte seine Sache gut. „Wir können uns heute dafür nichts kaufen. Doch ich bin unendlich stolz für diesen Auftritt hier beim Tabellenführer. Wer unsere aktuellen Voraussetzungen kennt, der weiß was ich meine“, konstatierte Höllrigl. Sandersdorfs Trainer sah, dass seine Mannschaft alles abrief, die besseren Tormöglichkeiten besaß und letztlich leicht unter Wert geschlagen abfahren musste. Auch beim Team von Romonta Stedten sah man die Erleichterung in den Augen, als der Abpfiff von Schiedsrichter Hans- Christian Kauz ertönte.

   

   

Nächste Termine  


18.01.2020, 13:00 Uhr
(FB) Union vs. BSV Halle Ammendorf
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25.01.2020, 13:00 Uhr
(FB) Union vs. Hallescher FC U19
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01.02.2020, 13:00 Uhr
(FB) Union vs. BSV Blau-Weiß Dölau
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08.02.2020, 13:00 Uhr
(FB) Union vs. SV Blau-Weiß Farnstädt
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