UNION BLOG

   

Martin Winkler (Nr. 13) hier Sieger im Kopfballduell (Fotos: Holger Bär)

KEIN ELFERPFIFF – KEIN PUNKT
 
Dass die SG Reppichau am Ende in Sandersdorf gewann- es wäre kein Beinbruch gewesen. Doch einmal mehr fühlte sich Sandersdorfs 2. Mannschaft von Schiedsrichter Marco Thinius um den Lohn aller Mühen gebracht. Nicht lang ist´s her, da brachte der Annaburger mit einer klaren Fehlentscheidung Ortsnachbar Thalheim in deren Heimspiel gegen Sandersdorfs Zweite in die Erfolgsspur. Hier nun in Sandersdorf verwehrte er den Unionern, diese Spur selbst einzuschlagen. Beim Stande von 0:1 war es die 86. Minute, als Kevin Oertel im Strafraum von den Beinen geholt wurde. Oertel lag fünf Meter im Sechzehner. SR Thinius jedoch legte den Hausherren einen Freistoß kurz vor der Linie, anstelle eines Elfmeters auf. „Das Vergehen begann vor dem Strafraum“, äußerte sich der junge Referee im Nachgang. Vor der Linie gab es ein Zupfen des Reppichauer Verteidigers. Die Beinschere folgte klar hinter der Linie. Kein Reppichauer hätte sich auch nur ansatzweise über einen Elfmeterpfiff beschwert. Dieser kam nicht, das Spiel lief weiter, und die Gäste nutzten einen letzten Eckball durch den zuvor eingewechselten Thomas Berger mit dessen ersten Ballkontakt überhaupt zum letztlich uninteressanten 0:2 und damit dem Auswärtssieg.

Georg Cholewa  verpasst es per Hundertprozentiger seine Unioner in Front zu bringen.

Keine Frage, mit der plötzlichen Führung der SGR im Rücken- Kevin Jersak hatte seine Farben nach Vorarbeit von der Grundlinie in Front gebracht- ergaben sich für die Neumann und Co. Konterchancen zu mehr. Den Sandersdorf II machte Druck und bot damit Räume an. Den ersten Aufreger gab es bereits, als Unions Thomas Franke ungeahndet am Strafraum bei hohem Ball per Ellenbogencheck so nieder gestreckt wurde, dass er ins Krankenhaus zum Nähen musste. Christian Kuka eröffnete den Reigen der Sandersdorfer Chancen, die einmal mehr an sich selbst und später am stets rettenden Jens Kaulitzki im SGR- Tor scheiterten. Kukas Eingabe- eine Hundertzehnprozentige für Georg Cholewa. Der Mann, der Union zum Studium in Seattle/USA verlassen wird, hatte zu viel Zeit zum Überlegen. Die Möglichkeit zur Führung damit dahin (24.).

Thomas Franke akkurat ohne jegliche Konsequenz ausgeknockt.

Union II zuhause das klar aktivere Team. Doch es wollte in Sachen Torchancen nicht viel zusammenlaufen. Nach dem plötzlichen Rückschlag kurz nach der Pause- die Gäste trafen aus dem Nichts- musste man die eigenen Dinge zielstrebiger angehen und tat dies auch. Daraufhin verdattelte Reppichau durch Jersak (scheiterte an Eric Bear im Tor (51.), Stefan Krug (64.) sowie Jeffrey Neumann (66.) innerhalb einer Viertelstunde mit drei Tempogegenstößen. Sandersdorfs eingewechselter Mo Sani Abduu hingegen köpfte aus vier Meter knallhart, aber eben voll in das Gesicht von SGR- Schlussmann Kaulitzki (72.). Kukas erneut genialer Ball auf Cholewa- mehr geht dann an Chance wirklich nicht- brachte den Ausgleich auch nicht.

Jörg Marose kam in seinem letzten Spiel und hätte die Geschichte dazu zweimal schreiben können. Hatte der einstige Oberligastürmer (VFC Plauen, Dessau 05, Union Sandersdorf) nach Steilpass per Heber alle Optionen, so ging seine Kugel nicht nur über Kaulitzki, sondern auch den Balken hinweg auf das Obernetz (82.). Reichte da nicht an Ausgleichschancen, so wäre Marose mit Sicherheit wie gewohnt zum fälligen Elfmeter geschritten (86.). Alle sahen diesen, nur Schiedsrichter Thinius nicht. Er hatte seine eigene Interpretation dazu. Tapferen Sandersdorfern blieb der Punkt zum heimischen Saisonabschluss verwehrt. Jetzt hat man noch eine Chance im letzten Auftritt bei Schwarz- Gelb Bernburg. Dort wird man alles daran setzen, einstellig aus einer ungeahnt guten Saison zu gehen.

Jörg Marose wartet nach gut 15 Jahren Union auf seine letzten aktiven Spielminuten…und hätte beinahe getroffen!


EIN ENDSPURT MARKE BOLT

„Das ist doch ganz einfach. Wenn Nicky jetzt aufhört, zieht mich der Trainer auf der linken Außenbahn einfach eine Position weiter nach vorn und schiebt den anderen rüber auf rechts“. Rico Gängels Worte mit Blick auf alles in der nächsten Saison kommende schienen weit vor der abschließenden Partie gegen International Leipzig relativ unmissverständlich. Aber möchte sich das Sandersdorfs Kapitän- er hatte die Binde an diesem letzten Spieltag natürlich dem scheidenden Nicky Ebert überlassen- im „hohen Alter“ von 30 Jahren nochmals antun und neunzig Minuten die Außenbahn beackern. Der Pölsfelder meinte es ernst und sollte seine Ambitionen sogleich untermauern. Und spätestens seit Elsterglanz weiß die Welt, dass Jungs aus dem Mansfelder Land etwas verrückt sind.

Was es bringt, wenn Dampfmacher Gängel den Vorwärtsgang einschaltet, sahen die Sandersdorfer Spieler an diesem Wochenende in der letzten Viertelstunde des Spiels. Der FC International zeigte sich speziell in der ersten Halbzeit in nahezu allen Belangen eine Spielklasse besser. Union Sandersdorf schaute nicht nur staunend hinterher, sondern lag bereits nach zwei Minuten durch Kimmo Markku Hovi 0:1 hinten. Der Finne traf nach präzisem Zuspiel humorlos in den Torwinkel der Sandersdorfer. Als Tom Niclas Hermann in der 10. Minute einen Foulelfmeter gegen den Argentinier Santiago Aloi hielt und Ebert den Ball vom Brasilianer Marcello Franceschi von der Linie kratzte, hatten schon nahezu fünfzig Prozent von Inters Kontinentalauswahl ihre Chance in Sandersdorf besessen.

Mit dem, was die Leipziger von Trainer und Ex- Profi Heiner Backhaus so ablieferten, musste man leichte Angst um die Heimelf bekommen. Denn die Männer um den nach zehn Spieljahren letztmalig in Sandersdorfs 1. Mannschaft auflaufenden Nicky Ebert bekamen nie Zugriff, schenkten gewonnene Bälle umgehend wieder ab. Als Union Sandersdorf bei einem der wenigen Züge Richtung Inter- Strafraum mit geblockten Schussversuchen von Richard Wießner und letztlich Gängel den Ball verlor, rollte ein flotter Konter der Messestädter über drei Stationen. Am Ende der Kette versenkte der aus Borussia Dortmunds Jugend stammende Türke Ogün Gümüstas über den Innenpfosten zum 0:2 (29.). Spätestens da stellte sich im allgemeinen auf Sandersdorfer Tribüne die Frage, wie das hier im Saisonfinale noch irgendwie einigermaßen glimpflich für den Gastgeber enden könnte. Die Jungs von Inter- TV überschlugen sich bereits in ihren euphorischen Ausführungen über Mikrofon, hatten aber vergessen, dass ein Spiel neunzig Minuten läuft und bekanntlich zwei Halbzeiten besitzt.

Diese zweite Halbzeit lief gerade neunzig Sekunden, da scheiterte Sandersdorfs Timo Breitkopf per Kopf aus drei Metern mit dem Anschluss und Aloi alleine im Gegenzug am erneut gut aufgelegten Tom Hermann im Uniontor. Sandersdorf wurde wacher, konzentrierte und damit mutiger und auch zielstrebiger. Als Breitkopf zweimal in Schussposition scheiterte, nutzte der nun aufgerückte Verteidiger Gängel den zweiten Ball in seiner kompromisslosen Art (1:2/66.). International konterte nun und ging weiterhin sträflich mit den Großchancen um. Kimmo Hovi (69.) als auch Alexander Langner (72.) fanden beim Alleingang im abgebrühten Unionkeeper Hermann ihren Bezwinger. Gegenüber erzeugte Union nun zunehmend solchen Druck, dass Breitkopf, Ronneburg und Co. im Dreifachversuch letztlich am Pfosten der Gäste resignierten (74.). Diese stachen danach vollends ins Wespennest. Inter setzte einen Tempogegenstoß, und der Albaner Tzonatan Moutsa schien mit seinem 1:3 alles zugunsten der Multikulti- Elf aus der Messestadt zu besiegeln (79.). Doch Unioncoach Mike Sadlo stellte um, setzte abermals alles auf eine Karte und sollte in seinen Entscheidungen alles richtig machen. Erik Schlegel frisch auf der rechten Bahn, der unermüdlich rackernde Gängel nun aggressiv über links sowie der vorgezogene Abwehrchef Stefan Ronneburg als auch die Offensivmotoren Timo Breitkopf und Moritz Alicke in der Zentrale sorgten in beeindruckender Art und Weise für einen tollen Schlussakkord von Spiel als auch Saison. Traf Breitkopf eigentlich fast zu spät per Kopf zum erneuten Anschluss (2:3/88.), so konnte die Inter- Abwehr Gängels Antritt am Elfmeterpunkt nur per Foul bremsen. Die Nerven lagen blank, und Inter- Keeper Fritz Flug hatte die Handschuhe entscheidend an Breitkopfs Strafstoß. Aber Sandersdorfs Alicke zeigte sich hellwach und zirkelte den Ablatscher aus zwölf Metern  zum umjubelten Ausgleich in die Maschen.

Mit dem 3:3 zeigten die Sandersdorfer, welche Moral im Team steckt und erinnerten ein bisschen an den goldenen März, als ihnen nahezu alles gelang.

Dinge, auf welche Nicky Ebert nach zehn Jahren Union Sandersdorf nun aus zeittechnisch familären Gründen verzichten möchte. Er wird Sandersdorf fehlen. Seine Unionfamilie wünscht ihm Frau Julia und Sohn Matti alles erdenklich Gute!

   

   

Nächste Termine  


23.11.2019, 13:30 Uhr
(FB) TV Askania Bernburg vs. Union
----------------------------

29.11.2019, 19:30 Uhr
(FB) Union vs. International Leipzig
----------------------------

07.12.2019, 13:30 Uhr
(FB) FC Oberlausitz Neugersdorf vs. Union
----------------------------
   

Abteilung Juniorteam  

 

   

Login  

   

                




Webseitenumsetzung & Gestaltung: ub.unitel GmbH

© SG Union Sandersdorf e.V.

Geschäftsstelle SG Union Sandersdorf

Ansprechpartner:

Telefon-Nr.:
Fax-Nr.:
E-Mail:

Adresse:

Roland Seifert / Wolfgang Lattauschke

03493 - 88 436
03493 - 89 760
info@union-sandersdorf.de 

Am Sportzentrum 17
06792 Sandersdorf-Brehna

Nachwuchsabteilung

Ansprechpartner:

Telefon-Nr.:
Fax-Nr.:
E-Mail:

Roland Seifert

03493 - 88 436
03493 - 89 760
jt@union-sandersdorf.de 

Kegelbahn Sandersdorf

Ansprechpartner:

Telefon-Nr.:
E-Mail:

Lars Schubert

03493 - 51 67 535
info@plauderkiste.de 

Sportgaststätte / Bowlingbahn

Ansprechpartner:

Telefon-Nr.
E-Mail: 

Matthias Groß

03493 - 81 479
sporti-bowling@gmx.de