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Der SV SCHOTT Jena (blau) zeigte sich in Sandersdorf trotz klar besserer erster Spielhälfte zu harmlos im Torabschluss. (Fotos: Holger Bär)

Ratloses Schulterzucken von Uniontrainer Mike Sadlo vor der Kamera des Regionalfernsehens. Auf die Fragen um das „schwache Auftreten seiner Mannschaft“ fand der Unioncoach auch keine plausible Erklärung. Das beste am 26. Spieltag am Ende das Ergebnis der Unioner. Mit einem Elfmetertor- spätestens die Bilder des Regionalfernsehens beseitigten die Zweifel der letzten Pessimisten um diesen Strafstoß- sammelten die Unioner weitere drei Punkte ein, knackten damit die Dreißigermarke (31) und sind wohl nun aller Abstiegssorgen dieser NOFV Oberliga Süd ledig.
Vier Siegen folgten vier Niederlagen und nun wieder ein Sieg, wenn auch ein sehr schmeichelhafter. Schaut man auf die erste Halbzeit gegen einen nun immer mehr abstiegsbedrohten SV SCHOTT Jena, dann stellen sich dem Unionfan so einige Fragen. Denn so, wie es Union Sandersdorf trotz des 1. Sandersdorfer Weinfrühlings um die Ecke vor 150 Zuschauern gegen ein auch keinesfalls starkes SCHOTT Jena anfing, darf es für die Sadlo- Elf in einem Heimspiel nicht laufen. Grundlos nervös und ängstlich drehte man immer wieder nach hinten ab, fabrizierte Fehlabspiele und lud die Thüringer beinahe zum Tore schießen ein. Dass dies nicht klappte, war zum einen riesen Glück für die Hausherren. Zum anderem aber offenbarte es auch, warum das Gästeteam unter Trainer Dr. Falk Werner zuletzt so in die tabellarische Bedrängnis geraten ist.

Wenn auch mit sehr viel Fortune blieben die Ronneburg (grün) & Co. diesmal von einem Gegentor verschont.

Beim ersten kapitalen Fehler im Sandersdorfer Aufbau zirkelte Jenas Max Enkelmann die Kugel aus zwanzig Metern einen halben Meter am Pfosten vorbei (11.). Folglich glänzte einmal mehr Unionkeeper Tom Niclas Hermann mit einer großen Parade gegen Jakub Petriks Freistoß, der abgefälscht erst richtig gefährlich wurde (17.). Als Sandersdorfs Nr. 1 dann ein Fangfehler unterlief und Hermann auch das Nachfassen misslang, arbeitete die Unionabwehr den Ball von Petrik mit Mühe gemeinsam von der Torlinie (28.). Bis dato warteten alle vergeblich auf Sandersdorfer Angriffsaktionen. Die erste aber musste seitens der Platzherren eigentlich aus dem Nichts das Führungstor bringen. Mittelfeldmann und Youngster Felix Kaltofen- nach Halberstadt auch diesmal recht ansprechend unterwegs- hob die Kugel über SCHOTTS Abwehrreihe in den Lauf von Unionstürmer Dan Lochmann. Der ließ mit seinem starken Linken passend zum Gesamtbild diese Großchance aus vierzehn Metern liegen (30.).

Nicht per Kopf, sondern per Elfmeter erzielte Timo Breitkopf (grün) das Sandersdorfer Tor des Tages.

SCHOTT kam früh und dazu noch voll entschlossen aus der Kabine, während sich Union in der Halbzeitpause lang beratschlagte. Zehn Minuten gespielt, und die Gastgeber zauberten die tollste Kombination des Spiels aus dem Hut. An deren Ende des Einmalberührens legte sich Lochmann den Ball zu weit vor, und SV- Keeper Brian Gheorghiu machte den Einschusswinkel spitz (55.). Dem ersten wahren Sandersdorfer Anzeichen von Fußball folgte ein zweites. Tim Hoffmann- ihm gelang an diesem Tag zuvor rein gar nichts- brachte die Kugel in den Rückraum. Mit Lochmanns Versuch der Ballmitnahme streckte ihn Jenas Andy Haupt ungeschickt von hinten mit Schwung einsteigend. Einen besseren und damit klareren Blick, als den des Zwickauer Referees Michel Franke, konnte man nicht haben. Der Pfiff ertönte zurecht, und Timo Breitkopf netzte vom Elfmeterpunkt ein (1:0/64.). Ein bis dato schwaches Sandersdorfer Spiel bekam eine leicht blumige Note. Während SCHOTT gezwungen die Bemühungen forcierte, kamen die Sandersdorfer zu zwei richtig saftigen Chancen. Erst verpasste es Torschütze Breitkopf die Kugel zum völlig blanken Lochmann zu legen und wurde im Strafraum abgedrängt (86.). Dann legte Erik Schlegel den Ball zentral auf die Strafraumlinie. Doch auch diese Vorlage wollte Unionstürmer Lochmann völlig frei vor Gheorghiu an diesem Tag nicht nutzen (90.). Es blieb beim 1:0- Sieg per Elfmeter. Sandersdorf durfte sich kurz schütteln und in sich gehen. Es wartet eine kurze Woche. Denn die Landesliga bringt bereits am Donnerstagabend das Derby in Thalheim, während man am Freitagabend in der Oberliga bei Schlusslicht Markranstädt und damit den alten Kameraden Seifert, Werner, Oechnser und Brodkorb antritt.


ALLES GEGEBEN – NICHTS BEKOMMEN
 
Sandersdorfs 2. Mannschaft besaß am Samstag Heimrecht und hätte dem eigenen Publikum gegen den MSV Eisleben gerne mehr angeboten. Doch die eigenen Personalmisere machte dies nicht möglich. Musste man am Tag darauf mit Alicke, Eberhard, Römling und Lehmann ein verletztes Oberligaquartett kompensieren, so konnte man der 2. Mannschaft personal am Vortag nicht unter die Arme greifen. Dass sich nach Oberliga- Co Michael Stelzl (61.) und Trainer René Höllrigl (86.) nicht noch Zeugwart, Masseur und Busfahrer einwechselten, schien schon ein Wunder. Der MSV Eisleben spielte es hingegen trocken, wartete auf seine Möglichkeiten und vollstreckte. Mit Stefan Horlbog hatte man den ballsicheren Mann des Spiels auf dem Feld, während Philipp Baierl in vorderster Front sicher vollstreckte. Bereits in der ersten Aktion hatte Union Glück, als man erneut unkonzentriert anfangend fast das 0:1 schluckte. Beide Teams ließen folglich hinten einiges zu, und es hätte zur Pause auch gut 3:3 stehen können.

Auch erfahrene Kräfte wie Kevin Oertel (Nr.17) und Patrick Köhler (li.) hatten ihre liebe Mühe mit Eislebens Spielgestalter Stefan Horlbog (re.). (Fotos: Holger Bär)

Als man die Sandersdorfer auf der Grundlinie düpierte, hatte Baierl nach Querpass zu ihm leichtes Spiel (0:1/15.). Unionkapitän Lucas Rosinsky per Kopf nach Eckball (19.) sowie Kevin Oertel, welcher im grätschenden MSV- Schlussmann Mario Bellstedt seinen Meister fand (20.) konnten das Ding eigentlich schon drehen. Auch als Rosinskys langer Ball von der Eisleber Abwehr unfreiwillig bei Thomas Franke landete, konnte dieser im letzten Moment beim Einschuss geblockt werden. Sandersdorf II besaß frühzeitig eine Reihe an Chancen, während Horlbog gegenüber völlig freistehend versuchte, aus zweiundzwanzig Metern den viel zu weit vor seinem Kasten mitspielenden Hahn kühl zu erwischen. Der Ball strich von der Lattenoberkante ins Fangnetz (23.). Abwehrreihen schienen zu diesem Zeitpunkt beiderseitig nicht zu existieren. Sandersdorf sündigte mit den Chancen. Nach Eckstoß kratzten einige Eisleber gemeinsam den Ball mit viel Glück vor der Linie weg (26.).  Bellstedt benötigte folglich seine große Länge und Sprungkraft, um Torsten Schmidts Freistoß aus dem Winkel zu wischen (37.).

Nun war wieder Eisleben an der Reihe. Sandersdorfs Abwehr verkalkulierte sich. Baierl allein vor Hahn, versuchte diesen zu überlaufen. Zu schwach in der Ausführung war Hahn zur Stelle (38.).
Die Torchancen im zweiten Durchgang wurden weniger. Dafür aber war fast alles drin, was auf die Tore kam. Horlbog und Eisleben machten zum Leidwesen der Sandersdorfer den Anfang. Der Ex- 96er jagte die Kugel aus halbrechter Position ins kurze Eck (0:2/51.). Oertel konnte aus der Drehung gut gemacht sofort antworten. Doch Bellstedt fiel alles andere als eine Bahnschranke und hatte das Leder (53.). Die Gäste blieben bei ihrer Kontertaktik, denn Sandersdorf suchte den Anschluss und fand ihn auch. Markus Plomitzer köpfte einen Ball von der Grundlinie ins Gewühl, wo ihn sich wohl die Eisleber selbst über die Linie bugsierten. Assistent Sebastian Grasshoff zeigte per Fahne sofort auf „Tor“ und die Mitte (1:2/66.). Baierl vertagte die Vorentscheidung gegen nun drängende Hausherren. Alleine auf Hahn zusteuernd verzog der MSV- Stürmer um Ballbreite. Die Mansfelder bleiben mit ihren Kontern immer gefährlich, während bemühte Hausherren leider personell keine echte Alternativen besaßen.

Wenn man für die letzte halbe Stunde einen Michael Stelzl aus der Fußballrente holen muss (weiß/ Mitte), dann scheint die Personalnot groß.

Michael Stelzl- jahrelang der personifizierte Schrecken aller Verbandsligastürmer und mittlerweile vier Jahre aus dem Spielbetrieb raus, wurde für ein halbes Stündchen zum Auflegen zweiter Bälle im Sturm der Unionreserve aktiv. Es fehlte aber an Unterstützung im Angriff. Die Konsequenz: Philipp Baierl schmiss mit einem letzten Konter in der Nachspielzeit auf der Gegenseite die Klinke ins Schloss und machte für die Gäste drei Auswärtspunkte perfekt.

   

   

Nächste Termine  


23.11.2019, 13:30 Uhr
(FB) TV Askania Bernburg vs. Union
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29.11.2019, 19:30 Uhr
(FB) Union vs. International Leipzig
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07.12.2019, 13:30 Uhr
(FB) FC Oberlausitz Neugersdorf vs. Union
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