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Artur Mergel (weiß) sorgte im ersten Spielabschnitt - nicht nur mit seinem Tor - für mächtige Kopfschmerzen in Unions letzter Reihe.

Beim Berliner AK saß Artur Mergel für seinen FC Carl Zeiss Jena im Spitzenspiel der Regionalliga am Sonntag glatte neunzig Minuten auf der Bank.

Carl Zeiss siegte in der Hauptstadt und baute dank der Niederlagen der Verfolger die Spitzenposition aus. Der 19- jährige Mergel hätte tags zuvor zur Schlüsselfigur in der Oberligapartie seines FC CZ werden können. Vielleicht wurde er es auch. Gerade eben noch das 2:0 des FC Carl Zeiss II gegen die SG Union Sandersdorf markiert, musste der Stürmer zur Pause raus. Nach kurzer Dusche ging es mit der ersten Mannschaft in Richtung Hauptstadt. Für den Gastgeber letztlich tragisch, für Union Sandersdorf ein Baustein zum sich später einstellenden Erfolg.

Die Gefühlswelt eines Rico Gängel, seine Körperhaltung sollte sich zu Spielende hin komplett verändern.

Beim sogenannten Angstgegner hatte das Sadlo- Team eine Halbzeit lang keinen richtigen Zugriff. Auf dem Kunstrasen des Ernst- Abbe Sportfeldes liefen die Unioner den Platzherren vorerst zusehends hinterher. Diese bauten ein gekonntes Dreiecksspiel auf und steckten den Ball dann oft entscheidend in die Tiefe durch. Das 1:0 leitete Torschütze Filip Krstic per inszeniertem Doppelpass selber ein. Der Serbe startete auf halblinks durch und vollendete flach ins lange Eck (32.). Jena schnürte nur vier Minuten später den Doppelpack. Vor den Augen von Regionalligacoach Mark Zimmermann und „Spähern“ von Sandersdorfs kommendem Gegner Einheit Rudolstadt fiel das 2:0 aus einer Abseitsposition. Mergel war bei identischem Spielzug den Schritt zu weit vorn. Der Schuss landete erneut im langen Eck (2:0/36.), und Tom Niclas Hermann und seine Vorderleute schienen schon früh aussichtslos im Hintertreffen. In drei Jahren einen Zähler in Jena bei Carl Zeiss ergattert, und im Hinterkopf das 7:0- Endergebnis des Kontrahenten an gleicher Stelle vor vierzehn Tagen. Da schoss der FC Carl Zeiss II den FSV Barleben förmlich aus der heimischen Oberaue. Die Gedanken der Sandersdorfer und ihrer mitgereisten Fans waren mit Pausenpfiff nicht die optimistischsten. Was dann aber passierte, das hatte schon Format.
 
Eintracht Braunschweig nahm beim 2:1- Sieg der Bundesliga A-Junioren im Vorspiel auf gleichem Platz bereits alle drei Zähler mit. Union Sandersdorf sollte es den Niedersachsen in beeindruckender Art und Weise nachmachen. Die Dinge drehten sich komplett. Das Spiel bekam dabei drei drastische Schlüsselszenen. Sandersdorfs Moritz Alicke gab sich körperbetont und vollem Willens auftretend bereits in der ersten Halbzeit nicht mit einer Niederlage zufrieden. Nun erzielte er nach schöner Einzelaktion über die rechte Seite flach und hart geschossen den schnellen 1:2- Anschluss (47.). „Unsere Umstellung zur Pause sollte greifen. Plötzlich waren wir enger dran“, erklärte Co- Trainer Michael Stelzl. Coach Mike Sadlo machte aus der Dreier- eine Viererkette. Vor allem aber schienen seine Kicker nun handlungsschneller in den Aktionen. Sandersdorf nun körperbetont auftretend, drehte die komplette Optik der Partie. Plötzlich stand der FC Carl Zeiss zusehends in der Defensive. In der 55. Minute hatte die Unioner erst abgefälscht und folglich mit Stefan Ronneburgs Nachschuss den Ausgleich bereits auf dem Fuß. Mit breiter Sandersdorfer Brust strich auch ein gut getimter Freistoß von Vilius Jankunas haarscharf am langen Pfosten vorbei (65.).

Der Moment, als das Spiel kippte. Moritz Alicke erzielt den Anschlusstreffer.
 
Die Schlüsselszenen zwei und drei besaß Gastgeber Jena. Aus dem Nichts tauchte man zweimal binnen drei Minuten vor Unionkeeper Hermann auf. Florian Giebel verzog völlig alleingelassen aus vierzehn Metern um Ballbreite (75.). Ein Pfostenschuss brachte den Ball genau vor die Füße des eingewechselten Arlind Shoshi. Der Kosovare jagte jenen Abpraller ebenso frei anlaufend weit hoch ins Hintertorfangnetz (78.). Wäre dies der wahrscheinliche K.o. für die Sandersdorfer gewesen, so kippte Torjäger Dan Lochmann das Geschehen binnen zweieinhalb Minuten. Bei einer Flanke von Nicky Ebert hielt FCCZ- Schlussmann Maximilian Meurer noch sensationell gegen den köpfenden Sandersdorfer Angreifer (81.). Dreißig Sekunden später war der Schlussmann der Platzherren bei Lochmanns zweitem Ball nach Eckstoß machtlos (2:2/81.). Die Saalestädter hatten sich noch nicht vom Schock des Ausgleichs erholt, da lag die Kugel per Kopf durch Lochmann zum Sandersdorfer Siegtreffer im Netz (2:3/83.).

Was keiner zur Halbzeit für möglich hielt, Union macht aus einem 2:0 ein 2:3!

Nachdem Sandersdorfs Zweite bereits am Freitag per 2:1 gegen Blau- Weiß Brachstedt vorlegte, kam Unions Oberligateam auf bislang schwierigem Terrain auch zu einem gerade aufgrund des Spielverlaufs unerwarteten Erfolg. Während Unioner Vincent Mustapha sein einhundertstes Oberligaspiel für Sandersdorf absolvierte und Jenas Artur Mergel seine Führung in der Oberliga- Torschützenliste auf 13 Tore ausbaute, heftete sich Mustaphas Kollege Dan Lochmann per Doppelpack nun mit 11 Treffern an Mergels Fersen.

Für viele "Man of the match", Moritz Alicke.
 
Bei Union freut man sich nun auf ein weiteres Spitzenteam. Am kommenden Sonntag (13:30 Uhr) erwartete man daheim den Tabellenvierten Einheit Rudolstadt.


Diesmal gab´s keine Punkteteilung zwischen Union II und Blau-Weiß ...

Dreimal mündeten die bisherigen Vergleiche zwischen der SG Union Sandersdorf II und der SG Blau- Weiß Brachstedt in einem Unentschieden. Diesmal kassierte eines der beiden Teams die komplette Punktzahl. Und das beinahe mit dem letzten eigenen Schuss auf das Brachstedter Tor. Philip Burandt legte sich einen Freistoß fast an der linken Auslinie zurecht. Der Winkel war nicht der beste. Aber das schien dem versierten Schützen egal. Mit dem Innenspann traf der 22- Jährige zwischen Mann und Maus hindurch zum spielentscheidenden 2:1 für die Heimelf. Glück und Geschick paarten sich und stützten wieder sämtliche alte Fußballweisheiten. „Wer vorne die Dinger nicht macht, der…“. Die Gäste aus Brachstedt hatten speziell vor der Pause reichlich Gelegenheit, um das Spiel in eine völlig andere Bahn zu lenken. Doch die Blau- Weißen sündigten dermaßen mit den eigenen Möglichkeiten, dass es beinahe so kommen musste. „Ich bin verdammt stolz auf dieses Team. Wir spielen hier mit Nick Wenner und Colin Seliger mit zwei A- Junioren, die ihre Sache super machten. Dazu kommt mit Christian Brenner ein Junge aus dem Oberligakader, welchen ich zeitig rausnehmen muss, weil er morgen in Jena noch ran soll“. Uniontrainer René Höllrigl war sehr glücklich mit dem, was er zuvor neunzig Minuten erleben durfte.

Brachstedts Tobias Kuka konnte schon früh für Torjubel bei den Jungs aus dem Saalekreis sorgen. Burandts zu kurze Rückgabe auf Unionkeeper Robert Hahn erlaufen, hatte der Brachstedter nicht die Nerven zum Führungstreffer. Aus spitzem Winkel schien es auch schwer. Der Ball strich um Haaresbreite am langen Pfosten vorbei. Union Sandersdorfs zweite Mannschaft kann aktuell aus Verletzungsgründen nicht auf die Verstärkung aus dem Oberligateam hoffen. Das machte aber überhaupt nichts. Denn man hat ja noch das A- Juniorenteam. Und da stellte René Höllrigl mit dem bereits dabei gewesenen Nick Wenner nun auch Colin Seliger auf. Der Youngster machte eine fast tadellose Partie und war an allen gefährlichen Sandersdorfer Aktionen maßgeblich beteiligt. Beim 1:0 ließ er seinen Gegner am linken Flügel ins Leere laufen und servierte nach Maß. Marcus Plomitzer konnte nicht anders, als mit der Stirn zu versenken (1:0/16.).

Jedoch verlieh das den Hausherren wenig Sicherheit. Man fing an, die Brachstedter zusehends einzuladen. Konnte der spätere Matchwinner Burandt den Ball nach gravierendem Fauxpas in der Abwehr in der 21. Minute noch von der Torlinie grätschen, so sollte der Ausgleich nicht lange auf sich warten lassen. Ein von der Defensive der Gastgeber relativ zu berechnender langer Ball brachte Brachstedts Florian Nagel zentral ins Geschehen. Der legte zum Ausgleich ein (1:1/29.). Union II defensiv weiterhin mit den Angeboten der Woche. Bei Christian Müllers Schuss rettete die Sandersdorfer der Querbalken (32.), während Torschütze Nagel eine Minute später bei optimalem Zuspiel am Fünfmeterraum zu lange zögerte. Union Sandersdorf II hatte in der Mitte der ersten Spielhälfte gravierende Probleme, die Gäste am Erspielen von Torchancen zu hindern. Diese aber nutzten jedoch keine dieser Möglichkeiten, wären hingegen bei nur einem Sandersdorfer Entlastungsangriff fast erneut in Rückstand geraten. Seligers neuerliche Maßflanke brachte Hans Allner aus drei Metern nicht im Tor der Blau- Weißen unter (34.).
 
Gästetrainer Kevin Kluge wechselte früh, erstmals bereits zur Pause. Der zweite Durchgang sah Brachstedt zwar des Öfteren diesen oft zitierten einen Mann mehr auf dem Feld aussehen. Doch die Männer aus dem Saalekreis konnten nicht an die Intensität der Tormöglichkeiten aus Halbzeit eins anknüpfen. Nach einer Stunde war es Gästeakteur Ron Völkel, der nach neuerlich zu einfach hergeschenktem Ball knapp neben den Pfosten verzog (59.). In der 67. Minute musste die SG Blau- Weiß Brachstedt das Tor theoretisch erzwingen. Aber Unions Nummer 1, Robert Hahn, entzauberte Brachstedts Christian Müller in Bruchteilen von Sekunden gleich doppelt und hielt die Platzherren mit dieser Aktion sichtlich im Rennen um die zuvergebenden Punkte. "Dafür haben wir ihn, und wir wissen, dass Robert sowas drauf hat", machte sich Trainer Höllrigl wenig Gedanken, dass sein Keeper Hahn in der Not nicht doch zu entscheidenden Akzenten imstande ist. Mit zunehmender Spieldauer egalisierte sich das nimmer müde werdende Geschehen einer Landesligapartie, in der es intensiv und Kräfteraubend über den kompletten Zeitraum mit viel Tempo hoch und runter ging. Die knapp 90 Zuschauer bekamen etwas geboten.

Sandersdorf besaß nun einige Konter, welche sie nicht gut ausspielten, den finalen Pass einfach nicht sauber anbrachten. Dann kam die Zeit von Philip Burandt. Bei einem zentralen Freistoß aus 25 Meter machte er Brachstedts Schlussmann schon mal vorsorglich auf seine Qualitäten beim ruhenden Ball aufmerksam. Robert Schlegel hatte dabei die eigene Mauer nicht konsequent postiert, ließ jene Ballbreite der vermeintlich zugestellten Ecke offen. Burandts Schuss aber kratzte Schlegel mit letzter Kraft aus dieser unteren Ecke (84.). Was ihm da noch gelang, gelang dem Gästeschlussmann vier Minuten darauf nicht mehr. Burandts Freistoßposition- eigentlich eine unmögliche an der linken Auslinie- reichte dem Unioner. Er zirkelte die Kugel zum Siegtreffer irgendwie durch´s Gewühl ins Netz.

Sandersdorf holte sich die Punkte 26, 27 und 28 und sicherte sich zumindest für diesen 18. Spieltag Tabellenposition fünf.
 
 

   

   

Nächste Termine  


29.09.2019, 14:00 Uhr
(FB) VfB 1921 Krieschow vs. Union
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03.10.2019, 14:00 Uhr
(FB) Union vs. FSV Martinroda
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19.10.2019, 15:00 Uhr
(FB) VfL Halle 96 vs. Union
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26.10.2019, 14:00 Uhr
(FB) Union vs. Grimma
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31.10.2019, 14:00 Uhr
(FB) FSV 63 Luckenwalde vs. Union
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