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Verfrühtes Geburtstagsgeschenk Fehlanzeige- so lautete es mit Abpfiff im Thüringischen Rudolstadt für die Mannschaft der SG Union Sandersdorf. Ihrem Trainer Mike Sadlo hätten die Kicker liebend gern den ein oder anderen Punkt am Vortag seines 45. Geburtstags kredenzt. 

Carsten Sträßer (am Ball) immerhin mal drei Jahre in 2. Bundesliga bei Unterhaching. (Foto: Holger Bär)

Doch dazu sollte es nicht kommen. Fast auf den Tag genau vor zwei Jahren reisten die Sandersdorfer mit vier Niederlagen zum Saisonauftakt im Gepäck am 14. September 2014 eben genau zu diesem FC Einheit Rudolstadt. Ein 3:0- Auswärtssieg an der Saale brachte der Sadlo- Elf damals die ersten Punkte des Spieljahres 2014/15. Diesmal besaßen die Männer um Kapitän Rico Gängel zwar schon derer drei. Zufrieden aber war man mit der bisherigen Ausbeute in Sandersdorf keinesfalls. In Sandersdorf hadert man mit der Torausbeute, welche gegen Barleben und Brandenburg die Punkte kostete.
Man traf auch nicht auf die Mannschaft von einst aus dem 2014er Sommer. Rudolstadt hatte in dieser Saisonpause den eigenen Kader nochmal deutlich aufgewertet. Mit Miroslav Khvasta, Sven Rupprecht und Marco Pusch profitierte man von der aufgelösten Reserve von Rot- Weiß Erfurt. Hinzu kamen Arne Reetz von Jenas Zweiter, Vedat Temel von Regionalligist Neugersdorf und nicht zuletzt Carsten Sträßer aus Meuselwitz. Letzterer zählt neben einigen anderen hochkarätigen Stationen immerhin drei Spielzeiten 2. Bundesliga bei der SpVgg Unterhaching in seiner Vita.
Dagegen wirkte Sandersdorfs halbe Startelf mit Cholewa, Schlegel, Alicke (alle 19 Jahre) sowie Hermann, Eberhard und Hoffmann sowie der eingewechselte Oertel (alle 20 Jahre) wie eine reifere A- Jugendvertretung. Bislang haderte man in Sandersdorf mit der eigenen Chancenverwertung. Diesmal schaffte man es so gut wie gar nicht, überhaupt zu eigenen Abschlüssen zu kommen. Der aufgerückte Rico Gängel zwang Rudolstadts Schlussmann Tim Ackermann erst sehr spät zu einer Streckung (83.).

 Das echte Sandersdorfer Aufbäumen kam deutlich zu spät. (Foto: Holger Bär)

Dabei machten es die Sandersdorfer über weite Strecken gar nicht so schlecht. Doch man kassierte Tore, wie man sie einfach nicht kassieren darf. „Wir haben anfangs die linke Abwehrseite nicht zubekommen, haben die Gegentore alles in allem zu leicht begünstigt“, sah Uniontrainer Mike Sadlo neben der Flaute im eigenen Angriff diesmal auch gravierende Nachteile im Zweikampfverhalten. Der Georgier George Seturidze- im Vorjahr auch von Carl Zeiss Jena gekommen- tobte sich auf seinem rechten Flügel nach Belieben aus. Seine erste Maßflanke wuchtete Benjamin Bahner beim Einlaufen ungehindert gewaltig per Stirn ins Netz (1:0. „Nachdem wir Sandersdorf nach unserer Führung stark gemacht haben, fiel das 2:0 dann zum idealen Zeitpunkt“, konstatierte Rudolstadts Trainer Holger Jähnisch später. Zwar pressten die Hausherren in der frühen Phase der Partie hoch und zwangen Sandersdorf anfänglich im Spielaufbau oft zu langen Bällen. Doch die Gäste bekamen das nach und nach in den Griff und hatten nach Tim Hoffmanns flachem Freistoß von der rechten Seite die große Chance zum Ausgleich. Timo Breitkopf lief ideal in den Ball, traf diesen aber nicht annähernd richtig. Ackermann im Tor hatte keine Mühe (38.). Den Vorboten für Sandersdorfs k.o. servierte sich Union dann am Mittelkreis mit herbem Ballverlust selbst, während Rudolstadts Seturidze mit einer Rettung zur Ecke den Platzherrn noch zwei Minuten zuvor vor dem möglichen Ausgleich durch Moritz Alicke bewahrte. Per Tor des Monat- der Stadionsprecher sah gar das Tor des Jahres- legte Marco Riemer die Kugel aus dem Mittelkreis über den am Sechzehner zum Mitspielen postierten Unionkeeper Tom Hermann hinweg zur Vorentscheidung in die Sandersdorfer Maschen (2:0/44.). Das alles genau hinein in eine Phase, als Union sich ein Gleichgewicht und gute Spielanteile erarbeitet hatte.
Ließ Marco Pusch das 3:0 sechs Minuten nach Seitenwechsel noch abgefälscht zur Ecke liegen, so servierten die Sandersdorfer dieses dritte Tor des FC Einheit wie bei einem Doppelfehler im Tennis. Man durfte den eigentlich gestellten Platzherrn niemals ungehindert von der Grundlinie flanken lassen. Dies geschehen, konnte Bahner diesmal ungehindert trotz Verteidiger neben sich aus dem Stand hochspringend für das frühe Endergebnis sorgen (3:0/56.).

Rudolstadt in den entscheidenden Szenen immer einen Schritt den Sandersdorfern voraus. (Foto: Holger Bär)

Dass es das Endergebnis wurde, lag unter anderem auch am erstmals in der Oberliga eingesetzten Schiedsrichter Christian Schlömann. Hatte der Mann aus Freiberg schon in der Verteilung der gelben Karten eine zwiespältige Sichtweise- für ein herbes Foul an Breitkopf gab es nichts, während dieser für gleiches Vergehen kurz darauf den Karton sah- so übersahen der Referee sowie sein Assistent Poul Kaminski ein glasklares Handspiel von Rudolstadts Verteidiger Vedat Temel (59.). Der Türke hatte beide Arme breit wie ein Kirchenkreuz vom Körper weg, während ihm die Kugel im Strafraum vom Boden an den Unterarm sprang. Sandersdorf wurde die Chance zur Ergebniskosmetik verwehrt. Zu viel mehr hätte es wahrscheinlich auch an diesem Tag nicht gereicht, obwohl die Unioner die komplette zweite Halbzeit energisch den Vorwärtsgang eingeschaltet hatten. Dass Pusch in die sich bietenden Räume einen Konter nur knapp diagonal verzog, schien nur eine logische Folge.
In einem sachsen- anhaltinischen Quartett nur von den Rand- Leipzigern des SSV Markranstädt in der Tabelle unterboten, nehmen die Sandersdorfer derzeit noch vor dem VfL Halle 96 hinter Bernburg und Barleben den ersten Abstiegsplatz ein. Nun kommen die Bernburger im Derby zum direkten Vergleich nach Sandersdorf (Sa. 24.9. 14:00 Uhr).


SG Union II - SV Blau-Weiß Farnstädt

 

René Höllrigl mutiert immer mehr zum Fußballfan. Zum Fan der eigenen Mannschaft, welche der 42- Jährige nun schon über einige Wogen hinweg als Chef in der Coachingzone begleitet.

Ganz besonders wohl von Jörg Marose, der abermals das entscheidende Tor für Union II schoss. (Foto: Holger Bär)

„Die Jungs haben bewiesen, dass sie es draufhaben. Bei fast 40 Grad auf nahezu kochendem Kunstrasen gegen Lüttchendorf, in Brachstedt bei einer der absoluten Spitzenmannschaften der Landesliga Süd, und jetzt auch noch zuhause an solch einem tollen Flutlichtabend gegen Farnstädt“, so der Trainer der 2. Männermannschaft der SG Union Sandersdorf. Er ist stolz auf seine Jungs. Das Team, welches um Haaresbreite mangels Spielermaterial kurz vor Saisonbeginn an der eigenen Abmeldung vom Spielbetrieb vorbeischusselte, zeigt aktuell fast ohne jegliche Saisonvorbereitung und fast ohne jegliches Testspiel Woche für Woche, welche Moral und auch Qualität im last minute- Kader stecken. „Es macht einfach Spaß ihnen zuzuschauen“, schwärmt der Linksfuß, der selber in knapp zehn Vereinen Sachsen- Anhalts seine Visitenkarte als Spieler hinterließ. Höllrigls Spielerpass klemmt heute noch in der Passmappe seiner eigenen Truppe. Hat er sich doch zuletzt gegen Lüttchendorf demonstrativ selbst eingewechselt. Aber das nur, um Zeit von der Uhr zu nehmen und den 2:0- Heimsieg einzutüten.
Diesmal war der SV Blau- Weiß Farnstädt zu Gast in Sandersdorf. Für Höllrigl auch eines jener Topteams dieser Landesliga Süd. „Sie haben die torgefährlichen Heditzsch und Haufe, haben mit Durzynski einen jahrelangen Leistungsträger aus Braunsbedra geholt und haben mit Höllriegel einen guten Torwart“, so der Sandersdorfer Coach. Da schienen Punkte nicht selbstverständlich.

Auch sie konnten unsere zweite nicht bezwingen, die Spieler des SV Blau-Weiß Farnstädt (Foto: Holger Bär)

Sandersdorf aber holte derer drei. Und das durch ein Traumtor von Jörg Marose. Sogar Mike Sadlo als Trainer von Unions Oberligateam zeigte sich als einstiger Klassestürmer sehr angetan, beobachtete er Maroses Geschoss doch live vom Balkon der Sandersdorfer Geschäftsstelle. „Solche Ideen und Momente fehlen uns aktuell“, erklärte Sadlo mit dem Blick auf seine eigene Mannschaft, welche in der Oberliga derzeit alles spielerisch lösen möchte, und daran oftmals scheitert. 
Marose löste es am Samstag auf seine Art. Körper in den Ball gestellt, Gegner weggedrückt, den Kopf kurz nach oben, und ab die Post. Ob 37 oder gar 39 Meter- jedenfalls legte das Unioner Urgestein die Kugel aus etlicher Distanz zum Tor des Tages (wohl auch Monats) mit Station Innenpfosten zum Siegtreffer in die Farnstädter Maschen. Deren Keeper Robert Höllriegel zeigte schuld- und chancenlos bei dieser plötzlichen Rakete. Marose kann dies übrigens beidfüßig. An diesem Nachmittag reichte ein Fußballschuh dafür. „Ein Novum, ich konnte in den letzten drei Spielen neun Spieler auf der gleichen Position aufstellen, musste lediglich die Innenverteidiger tauschen“, freute sich Uniontrainer Höllrigl. Und er weiß auch, dass er keinen aus dem eigenen Team herausheben muss, da „alle ihre Sache derzeit vorbildlich erledigen“. Keeper Robert Hahn bekommt kaum etwas auf´s Tor. „Farnstädts Christian Heditzsch steht in jedem Spiel minimum einmal goldrichtig. Meine Jungs haben ihm nicht mal eine Minichance gewährt“, freute sich Höllrigl über seinen abermalsfunktionierenden Block. „Und trotzdem bleibe ich dabei, sind und waren das bislang alles Punkte gegen den Abstieg“. Höllrigl kennt das Los einer 2. Mannschaft. Auch wenn er äußerst zufrieden wirkt, wie sich bislang auch alle aus dem Oberligakader abgestellten Spieler unten bei ihm in der Landesliga einbrachten. „Da reibt sich jeder auf. Mike Sadlo schaut oft zu und wir stehen auch sonst im Kontakt. Jeder weiß, dass er sich hier über gute Leistungen wieder oben im Oberligateam anbietet“. Und so ist es auch. Daniel Wawrzyniak- begnadet aber oft lethargisch- spielt bereits das vierte Spiel hintereinander auf sehr gutem Niveau. „Das gab es bislang kaum bei ihm. Vielleicht ist der Knoten geplatzt“, hofft nicht nur René Höllrigl.
„Ob Wawrzyniak, der neu zugestoßene Christian Brenner, nochmals Jörg Marose, wir hatten aus unserer Konterstellung heraus bestimmt noch drei, vier sehr gute Chancen für mehr Tore“. Höllrigl schaut stolz auf den zweiten Saisonsieg (Lüttchendorf, Farnstädt) und die beiden Unentschieden (Zeitz, Brachstedt). Doch die Lawine rollte weiter, die Spiele werden nicht leichter. Auf Annaburg (Sa. 15 Uhr) folgt mit dem 1. FC Weißenfels der wohl absolute Titelanwärter. Noch ist die Sandersdorfer Reserve ungeschlagen und freut sich über einen vierten Tabellenplatz. Dinge, von welchen man vor sechs Wochen nicht zu träumen wagte.

 

   

   

Nächste Termine  


18.07.2019, 18:45 Uhr
(FB) Union vs. SV Friedersdorf
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20.07.2019, 13:00 Uhr
(FB) Union vs. SV Blau-Weiß Dölau
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25.07.2019, 08:00 Uhr
(FB) BSV Halle-Ammendorf vs. Union
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25.07.2019, 18:15 Uhr
(FB) SG Blau-Weiß Brachstedt vs. Union
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27.07.2019, 14:00 Uhr
(FB) Union vs. FC Eintracht Elster
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