UNION BLOG

   

„Ein Ergebnis, mit welchem wir heute zufrieden sein können“, resümierte Rudolstadts Stadionsprecher nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Ronny Walter über die Stadionboxen. Ein 2:2 stand da an der Anzeigetafel im Städtischen Stadion zu Rudolstadt. Gleichen Satz wiederholten die Rudolstädter später auf der Pressekonferenz. 

Der gastgebende FC Einheit hatte sich erst am Mittwoch mehr als achtbar im Halbfinale des Thüringen-Pokals gegen den FC Rot- Weiß Erfurt geschlagen. Erst im Elfmeterschießen musste man sich dem Drittligisten aus der eigenen Landeshauptstadt beugen, nachdem es zuvor seit der 8. Minute 1:1 hieß und 120 Minuten abgespult wurden.

Union Sandersdorf schien dies egal, trat man durch die fehlenden Lochmann und Römling anderweitig gehandicapt an. Und Trainer Mike Sadlo zeigte sich begründet überhaupt nicht zufrieden mit dem Spielausgang. Konnte er auch nicht sein. „Wenn man zweimal führt, möchte man erstens sowieso gewinnen“, so der Uniontrainer. Dies schien aber nicht das Hauptproblem. Schiedsrichter Walter aus dem mittelsächsischen Hartha hatte eine gewisse Aktie am letztlichen Endresultat. Bereits zehn Minuten in Halbzeit zwei gespielt, legte er den Thüringern bereits einen schmeichelhaften Freistoß auf. Diesen vergaben die Hausherren noch. Später, als Sportkamerad Walter gleiches nochmals direkt vor der Sechzehnmeterlinie eröffnete, ließ sich Rudolstadts Marco Riemer nicht zweimal bitten. Sein Geschoss krachte zum neuerlichen Ausgleich von 2:2 in die Torwartecke der Sandersdorfer (81.). „Das man durch solch zweifelhaften Freistoß zum Ausgleich kommt ist traurig“, erklärte Sadlo vor den Anwesenden. Das aber wäre alles halb so wild gewesen. Deli Musa setzte sich zwei Minuten vor Ablauf der Uhr am linken Fünfmeterraum durch. Sein Ball touchierte vorbei am bereits geschlagenen Keeper Tim Ackermann die Lattenunterkante und fiel ins Feld zurück. Als Sandersdorfs eingewechselter Stephan Eberhard diesen von der rechten Grundlinie wieder ins Zentrum legen wollte, wurde dieser klar und elfmeterreif vom Polen Lukasz Derbich gelegt (88.). „Hätte ich vielleicht auch gefordert an unserer Stelle“, erkannte Rudolstadts Trainer Holger Jähnisch abschließend fair an. Schiedsrichter Walter pfiff nicht, gab hingegen irrtümlich sogar Eckstoß, obwohl der Sandersdorfer im Fallen den Ball ins Toraus bugsierte. Zwei Fehlerkenntnisse in einer Szene. Diese als auch der schmeichelhafte Freistoß zum Ausgleich der Gastgeber kosteten Union an diesem Tag zwei Punkte und parallel zwei Tabellenplätze.
 
Stefan Ronneburg - springt am höchsten - wurden nach kurzem Intermezzo als Stürmer (gg. Gera) wieder als Abwehrchef eingesetzt. (Foto: Holger Bär)

Man musste den Hut vor beiden Teams ziehen. Bei heißen Temperaturen wollten beide Teams über die Distanz alles, spielten alles andere als müden Sommerfußball. „Wir haben die klareren Chancen, müssen eigentlich früher alles entscheiden“, so Sadlo. Dessen Team setzte durch Timo Breitkopf den ersten Akzent. Den Sandersdorfer Mittelfeldspieler nicht entscheidend attackiert, demonstrierte dieser seine Schussqualitäten und versenkte per Aufsetzer aus 22 Metern halbhoch ins linke Eck (0:1/8.). Nach Tim Hoffmanns Eingabe brannte es darauf sofort neuerlich am kurzen Pfosten des Gastgebers (14.), genau wie nach Stefan Ronneburgs Kopfball nur eine Minute später. Sandersdorf spielte starke zwanzig Anfangsminuten und hatte dann einen kurzen Aussetzer. Ein weiter Ball über die komplette Unionabwehr erreichte Riemer. Der legte ungestört quer und Benjamin Schröter schob noch ungestörter zum plötzlichen Ausgleich ein (1:1/23.). Union entwertete sich damit die eigene voll konzentrierte Anfangsphase, in der man höher hätte führen können. Im Gegenteil nutzte Sebastian Schröter nach weitem Diagonalschlag Sandersdorfs kurzen Schock beinahe zur Führung der Hausherren. Er traf den gut liegenden Ball alles andere als platziert (25.), hätte die Partie damit binnen Sekunden gedreht. Sandersdorfs Breitkopf schien hingegen weiterhin in bester Schusslaune. Der Unioner verzog im Gegenzug deutlich knapper (26.). Als Riemer nach eigens eingeleitetem Doppelpass nun knapp für den FCE verzog, ging es mit einem 1:1 in die Pause.
 
Tim Hoffmann setzte Akzente, ... brachte Union nach Timo Breitkopf erneut in Führung. Am Ende sollte es nur zu einem Punkt reichen. Schade! (Foto: Holger Bär)

Nach Wiederbeginn gab es ein tiefes Luftholen, nachdem Vincent Mustaphas Fehlabspiel keine Folgen für die Gäste hatte. Dann aber ging ein Ruck durch die Sandersdorfer, welche im Verbund im dreifachen Anlauf das schnelle 1:2 liegenließen. Die Hausherren aber wurden nun etwas agiler, und das trotz ihres langen Pokalmittwochs und den hohen Temperaturen. Genau in diese Phase hinein setzte Sandersdorfs diesmal im Angriff aufgebotene Tim Hoffmann ein Ausrufezeichen. Von zwei Verteidigern attackiert, blieb der an diesem Tag munterste Unioner auf den Füßen, setzte sich durch, und jagte den Ball förmlich vorbei an Torwart Ackermann in die Maschen (1:2/63.). Rudolstadts Christoph Grabinsky hätte die Begegnung fast zugunsten der Gäste entschieden. Musas Rückpass von der Grundlinie bugsierte der FCE- Kapitän im Rettungsversuch Zentimeter neben den eigenen Pfosten ans Außennetz (73.). Was Grabinsky hier ungewollt nicht schaffte, wurde dann auf der Gegenseite Programm. Riemers vom Schiedsrichter aufgelegter Freistoß sorgte für den Ausgleich, den Sandersdorf hätte vom Elfmeterpunkt korrigieren können. Dazu fehlte aber der Pfiff. „Nach dem anstrengenden Mittwoch verdient, aber sicher auch ein bisschen glücklich“, so FCE- Trainer Jähnischs abschließenden Worte. So stand das gleiche Ergebnis, welches sich beide auch im Hinspiel lieferten. Da lag Rudolstadt schier uneinholbar auf Sandersdorfer Kunstrasen bereits mit 2:0 in Front. Richard Wießner sah einst wegen angeblichen Handspiels („Es war meine Brust“) die Rote Karte, und Union glich in Unterzahl durch Tim Hoffmann und Georg Cholewa mit zwei sehenswerten Distanzschüssen aus. Bleiben für beide Kontrahenten im direkten Vergleich von sechs möglichen Punkten im ganzen Spieljahr nur jeweils zwei.
 
Youngster Stephan Eberhard (Nr. 11) kam zu seinem zweiten Einsatz im Oberligateam. Es wäre möglicherweise der perfekte Auftritt, hätte der Schiedsrichter den vermeintlichen Foulelfmeter für ihn gegeben. (Foto: Holger Bär)
 
Rudolstadt: Ackermann, Güttich, Grabinsky, Röppnack, B. Schröter (77. Staskewitsch), Riemer, Göller, P. Schröter, Spanier (66. Bahner), S. Schröter (46. Schneider), Derbich
 
Union: Kansy, Schmitt, Mustapha, Hoffmann, Gängel, Krause (66. Eberhard), Ebert, Musa, Breitkopf (71. Hovhannisyan), Ronneburg, Wießner
 
Tore: 0:1 Timo Breitkopf/8´, 1:1 Benjamin Schröter/23´, 1:2 Tim Hoffmann/63´, 2:2 Marco Riemer/81´
 
Schiedsrichter: Ronny Walter/Hartha, Richard Hempel, Jens Rohland
 
Zuschauer: 77
   

   

Nächste Termine  


29.09.2019, 14:00 Uhr
(FB) VfB 1921 Krieschow vs. Union
----------------------------

03.10.2019, 14:00 Uhr
(FB) Union vs. FSV Martinroda
----------------------------

19.10.2019, 15:00 Uhr
(FB) VfL Halle 96 vs. Union
----------------------------

26.10.2019, 14:00 Uhr
(FB) Union vs. Grimma
----------------------------

31.10.2019, 14:00 Uhr
(FB) FSV 63 Luckenwalde vs. Union
----------------------------
   

Abteilung Juniorteam  

 

   

Login  

   

                




Webseitenumsetzung & Gestaltung: ub.unitel GmbH

© SG Union Sandersdorf e.V.

Geschäftsstelle SG Union Sandersdorf

Ansprechpartner:

Telefon-Nr.:
Fax-Nr.:
E-Mail:

Adresse:

Roland Seifert / Wolfgang Lattauschke

03493 - 88 436
03493 - 89 760
info@union-sandersdorf.de 

Am Sportzentrum 17
06792 Sandersdorf-Brehna

Nachwuchsabteilung

Ansprechpartner:

Telefon-Nr.:
Fax-Nr.:
E-Mail:

Roland Seifert

03493 - 88 436
03493 - 89 760
jt@union-sandersdorf.de 

Kegelbahn Sandersdorf

Ansprechpartner:

Telefon-Nr.:
E-Mail:

Lars Schubert

03493 - 51 67 535
info@plauderkiste.de 

Sportgaststätte / Bowlingbahn

Ansprechpartner:

Telefon-Nr.
E-Mail: 

Matthias Groß

03493 - 81 479
sporti-bowling@gmx.de